04.07. – 10.07.22

Eine neue Woche beginnt, heute ist der 04.07. wir sind noch in Norsholm

Heute soll das Wetter nicht ganz Stubenrein sein, daher haben wir uns entschieden heute hier zu bleiben.

Am Morgen sieht das Wetter noch sehr schön aus. Daher haben wir uns entschieden schon hier in Norsholm den Proviant zu kaufen und nicht wie angedacht in Söderköping. Hier ist der Supermarkt viel näher am Hafen. Also gesagt getan, unseren Handwagen ausgepackt und los.

So gar Brigitte freut sich über das Einkaufen.

So der Wagen ist voll geladen, dann mal los zurück zum Schiff. Jetzt wieder alles verstauen. 😉

Hier noch mal einen Bildausschnitt von der netten Schleuse zwischen zwei Brücken. Und wir ihr wisst, ist die eine Brücke eine Eisenbahnbrücke mit entsprechen Geräuschen. 😩

Jetzt habt ihr es selbst gesehen warum wir heute lieber nicht gefahren sind.

Ganz viel Geschichte wollte ich eigentlich euch gar nicht vermitteln. Aber heute bei dem Wetter möchte ich euch einmal die schönen Göta Kanal Schiffe einmal vorstellen.

Die M/S Wilhelm Tham wurde 1912 gebaut, in der Werft in Motala. Die Kabinen sind nicht größer als in einem Schlafwagenabteil in der Eisenbahn. Die 25 Kabinen verfügen über Stockbetten und einer Waschgelegenheit mit warmen Wasser. Toiletten und Duschen befinden sich für alle Reisenden frei zugänglich auf den jeweiligen Decks.

Die M/S Juno wurde im Jahre 1874 ebenfalls in Motala auf der Werft gebaut. Die Juno verfügt über 29 Kabinen auf drei Decks.

Die M/S Diana wurde 1931 in der Finnboda Werft in Stockholm erbaut. Die Diana hat 25 Kabinen ebenfalls auf drei Decks verteilt

Alle drei Schiffe stehen unter Denkmalschutz und werden jährlich gehegt und gepflegt um sie in einen solchen Zustand zu erhalten. Es ist immer wieder eine Augenweide, wenn einem diese Schiffe während der Reise auf dem Göta Kanal begegnen. 😃

Wir haben den 05.07. es ist ein Dienstag.

Warum betone ich das heute so? Weil wir mittlerweile angestrengt überlegen müssen welcher Tag heute ist. 😉

Das Wetter soll sich heute wieder einmal von seiner besseren Seite zeigen. Also sind wir wieder früh aufgestanden um pünktlich vor die erste Brücke zu kommen. Jedoch wollen wir es nutzen hier zu tanken. Erst heute morgen wurde die leere Tankstelle gefüllt. Also los…

Noch ein Blick zurück und dann war sie schon da, die erste Brücke.

So haben wir uns zu dritt gefunden und bilden eine Gemeinschaft. Das ist das schöne hier im Göta Kanal das alle das selbe Ziel haben und was ganz wichtig ist, es gilt hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Ktn.

Entlang des Kanal gab es wieder viel zusehen und zu bestaunen.

Einen See, den Asplängen mussten wir ebenfalls durchqueren, dieses mal waren es aber nur 3 sm.

Auch konnten wir wieder schöne Häuser bestaunen. 🤔

Hier kann man sehen wie wenig Erde die Baume hier benötigen um zu wachsen.

Auch Golf wird in Schweden gespielt, dieser Platz grenzt bis knapp an den Kanal.

Heute nahmen auch die Schiffsbegegnungen zu. Immer wieder kam es zu solchen Situationen. Diese Crews haben den Kanal noch vor sich. Wir sind jetzt fast durch.

Und hier sieht es so aus als würde diese Eiche aus dem Stein heraus wachsen. 😉

Wie schon so oft gesehen die Tiere die nahe am Rand des Kanals grasen.

Und dann sind wir in Söderköping. Die Höhe hier beträgt nur noch 7,7 m bis zur Ostsee. Für den Rest der Strecke werden wir nur noch 3 Schleusen bezwingen müssen dann ist es geschafft.

Hier in Söderköping müssen wir feststellen das es nicht genügend Liegeplätze gibt. Man gut, das wir einen Bekannten wieder getroffen haben es ist die Heidi und der Hans von der Orca. Ein, zwei, drei schon lagen wir längsseits an der Orca, Problem gelöst.

Am Abend werden wir den Wetterbericht studieren und den weiteren Weg besprechen. Mal sehen wie es dann weiter geht.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen. Das Wetter war Heute nicht so schön, wir sind ganz schön nass geworden. 😉

Beim allabendlichen Gang mit Bella haben wir doch tatsächlich noch einen freien Liegeplatz gesehen. Na ja vielleicht etwas schmal, aber ein Versuch ist es Wert.

Also los, Verkehr gibt es um diese Zeit auf dem Kanal nicht mehr!

Geschafft, jetzt ist Nachtruhe angesagt. 😚

Wir schreiben den 06.07. es soll Mittwoch sein, kann sein muss aber nicht.

Wir werden uns heute den Ort Söderköping mal genauer ansehen, schauen wir einmal. 😀

Wir ihr seht eine tolle Stadt mit viel Tradition.

Das ist der Glockenturm der örtlichen Kirche, schon gewaltig beeindruckend. 😉

Auch die Oase der Entspannung, ganz herrlich.

Ja, Kunst wird einem hier auch geboten.

Und dann noch der Hasenübergang vom Kanal

Nach so viel laufen muß auch mal Pause her.

Heute Abend bekommen wir noch Besuch von der Orca, die Heidi und der Hans kommen.

Auf der Reise im Kanal ist es immer wieder ein Kennenlernen und verabschieden. Jeder hat sein eigenes Tempo und somit passiert dieses öfters. 😉

Die Wetteraussichten sind für morgen nicht besonders gut, schauen wir einmal was wir dann machen. 😟

Guten Morgen heute ist der 07.07. und der Wetterbericht von Gestern ist leider eingetreten. Es Regnet bei Temperaturen von 13 Grad. Der Entschluss fällt uns nicht schwer. Wir bleiben, bei diesem Wetter werden wir unsere Reise nicht fortsetzen. Zeit ist ja noch genug da. Und ein Tag länger im Kanal ist auch nicht das schlimmste. 😉

Also, gibt es heute nur schmal Hans Küchenmeister in der Berichterstattung. Heute haben wir den ganzen Tag unter Deck verbracht. Brigitte hat ein wenig Home Office betrieben und ich? Na ja das eine oder andere habe ich dann auch gemacht. Gegen späten Nachmittag ist die Regenfront durch und so haben wir noch etwas Kultur für euch.

Bei dieser Kunst frage ich manchmal, ist das überhaupt Kunst oder kann das weg. 😂

So das war es für Heute, morgen mehr. Dann werden wir voraussichtlich wieder Salzwasser unterm Kiel haben. Die Carpe Diem wird es freuen.

Wir schreiben den 08.07. heute ist Freitag.

Heute müssen wir die letzten 3 Schleusen noch nehmen und dann sind wir wieder in der Ostsee.

Pünktlich um 08:50 h haben wir im Kanal das letzte mal abgelegt. Die erste Schleuse und wir warten, was auch sonst.

Die letzten Bilder werden geschossen. 😎

Und da ist sie die erste von drei Schleusen.

Und unser letzter Liegeplatz im Kanal.

Auf Wiedersehen………….

Und jetzt sind wir vor der ersten Brücke vom dreien.

Das ist sie, zur Zeit unseres Wartens wird nach oben geschleust.

Jetzt noch einige Bilder bis nach Mem.

Nach der zweiten Schleuse haben wir dann Mem vorm Bug. 😉

Und dann war es soweit die letzte Schleuse. 🥲

Jetzt müssen wir da durch. 😏

Da war es, das Tor schliesst sich, wir sind wieder in der Ostsee.

Noch einen letzten Blick zurück und weiter geht es heute nach Stegeborg.

Schon bald können wir unser Ziel für heute sehen. Na ja, bei 6 sm ist das auch nicht schwer. 😉

Nur noch die Kabelfähre passieren lassen und wir sind im Hafen.

Unser erster Hafen in Salzwasser nach langer Zeit.

Jetzt liegt der Götä Kanal hinter uns und ich würde gerne ein Fazit ziehen.

Wir sind der Meinung, das der Göta Kanal zu recht zum Weltkulturerbe gehört. Es ist zwar ein Zufall das wir zum 200 jährigen Jubiläum hier sind. Alles was wir an Technik und zu erahnender Leistung, was vor 200 Jahren die Menschen in der Lage waren, zu leisten, ist unfassbar. Die Motivation weshalb man den Kanal geplant und dann errichtet hatte, war schon bald durch immer größere Schiffe nicht mehr aktuell.

Wir finden es aber gerade deshalb bemerkenswert, das Schweden hier keine Mühen und Kosten gespart hat, sondern dieses Bauwerk 200 Jahre lang am Leben gehalten hat.

Ob das bei uns ebenfalls auch möglich gewesen wäre, wer weißt das. Die Saison des Göta Kanals dauert gerade einmal von Anfang Mai bis Ende September.

Aber was uns besonders beeindruckt hat, ist die Landschaft, die Natur und die Infrastruktur.

Wer als Wassersportler denkt, er habe schon alles erlebt, aber noch nicht den Göta Kanal bereist hat, ist aus unserer Sicht noch nicht am Ende .

Wie heißt es in einem Spruch was ein Mann alles tun soll mit dem Baum, den Sohn und dem Haus. So sollte bei uns Segler auf alle Fälle noch der Göta Kanal zu gehören.

Göta Kanal wir kommen irgendwann wieder, versprochen! 😉

Wir schreiben in unserem Logbuch den 09.07., die Ostsee hat uns wieder.

Heute soll es durch die Schärenwelt gehen. Daher brechen wir um 09:45 h in Stegeborg auf. Unser Ziel für heute ist Fyrudden ein Fischerort in den südlichen Schären.

Bei bis zu Windstärke 6, das allerdings nur in Böen, sind wir der empfohlenden Route unseres Plotters gefolgt. Die Schärenwelt ist unbeschreiblich schön, aber auch nur mit größter Aufmerksamkeit zu befahren.

Stegeborg liegt schon zurück. 😀

Weiter geht es in einer bizarren Welt.

Vorbei an zahlreichen Ferienhäuser.

Immer wieder müssen wir uns vergewissern das wir im Schärengarten den richtigen Kurs beibehalten.

Dann haben wir unser Tagesziel erreicht.

Jetzt schauen wir mal wie der Abend noch verläuft. Wie es im Kanal schon üblich war, haben wir hier in Fyrudden auch Schiffe getroffen mit denen wir im Kanal waren. 😉

Und richtig auch heute haben wir gemeinsam mit Bekannten den Abend wieder einmal gemütlich beendet. Und dann war es Zeit für das Bett, es soll ja Morgen weitergehen .

Nach ruhiger Nacht haben wir schon den 10.07. ein Sonntag. 😉

Wir sind um 09:55 h aus dem Hafen Fyrudden ausgelaufen. Es ist ein sonniger Tag, für den späten Nachmittag wurden Schauer vorher gesagt.

Noch ein Blick zurück und los geht die wilde Fahrt.

Vorbei an den schönen Naturereignissen, man kann gar nicht davon genug bekommen.

Heute durfte der Skipper auch einmal lohnenswerte Objekte dem Kameramann äch, falsch, Kamerafrau zeigen. 😉

Noch scheint die Sonne, obwohl die Wolken sich immer schneller zusammen ziehen.

Auch Seezeichen säumen unseren Weg. Hier in den Schären dienen die Zeichen auch zur Orientierung und warnen vor Untiefen.

Es war erst 14:00 h und nicht später Nachmittag. Aber das Wetter nahm keine Rücksicht auf uns Seefahrer. Eine Schauerfront mit Starkregen und Sturmböen begleiteten uns wohl 1 Stunde lang. Die Sicht war gerade noch ausreichend aber haben muss ich das nicht im Sommer in Schweden. Noch eins die Stärkste Böe die wir gemessen haben war 32 kn. 😳

Und weil es gerade so schön war, machte der große Dampfer mit lauten Gehupe auf sich aufmerksam. Als wenn man hier nicht gerne Platz machen würde. 😂

Und dann waren wir in Västervik, ein sehr großer Fjord wo es viele Möglichkeiten zum anlegen gibt, wir haben uns für den exklusiven Stadthafen entschieden.

Noch ein Novum in diesem Hafen, man wird mit dem Schlauchboot in der Hafeneinfahrt begrüßt, und es wird einem mitgeteilt wo man seinen Liegeplatz findet. 😃

Und es gibt hier tatsächlich ein Hafenbüro wo man zahlen darf und nicht wie üblich das man selbst an Automaten einchecken muss.

Das sind die ersten Eindrücke von Västervik, mal sehen was heute noch so passiert. Das dann aber erst nächste Woche. Wie ihr wisst ist heute Redaktionsschluss.

Aber beenden möchte ich die Woche mit einen kleinen Interview von Brigitte zum Göta Kanal.

So, das war es für diese Woche. Wir hoffen, das es euch wieder einmal gefallen hat. Wir haben uns sehr über die vielen Kommentare gefreut, gerne weiter so.

Bleibt mir nur noch eins, wir Drei grüßen von der Carpe Diem und wünschen euch eine schöne Woche und bleibt interessiert an unserer Seite.

5 Kommentare zu „04.07. – 10.07.22

  1. Hallo ihr Lieben, gerade sitzen wir mit einer Tasse Kaffee im Cockpit und genießen euren neuen Eintrag ins Logbuch über das Tablett mit Begeisterung,,,, es ist mal wieder ein sehr lebendiger und toller Reisebericht. Vielen Dank dafür und weiterhin viel spannende Erlebnisse. LG an euch 3 von Bruni und Richard

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  2. Was für wunderbare Eindrücke von euch und dieser unglaublich tollen Umgebung ! Mein Traum war es immer, aber wenn ich die Begebenheiten sehe, ist die Beschaffenheit nicht so ganz einfach. Schön, dass ihr eueren Traum jetzt verwirklichen konntet. Wir gönnen es euch von Herzen und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen in Grömitz.

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  3. Hallo Ihr 2,
    wunderschöne Bilder und tolle Erlebnisse, welche ihr da habt 🥰 es ist wirklich auch spannend was so zwischenzeitlich auch passiert.
    Wir wünschen euch eine gute Heimreise
    LG Konstanze & André

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  4. Ach, ich kann gar nicht genug von den schönen Bildern sehen, ich kann fast die Luft riechen!
    Genießt die Zeit und bleibt gesund!
    Liebe Grüße, Petra

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