
Die neue Woche beginnt. Heute haben wir den 27.06.2022. Nun sind wir schon fast den ganzen Monat Juni unterwegs. Die ersten 5 Wochen vergingen wie im Flug. Gut das wir noch ein paar Wochen Zeit haben unser Abenteuer fort zu setzen. Oben seht ihr die Fontäne von Motala, wo wir am Sonntag angekommen sind.
Heute war unser erster Gang zum Kanalbüro, wo wir unser Paket mit unserem Ersatzteil erwarten. Aber…. es kam nicht an!
Brigitte ist so dann aufgebrochen einen Friseur zu suchen, am besten gleich noch ein Nagelstudio. Aber auch Sie hatte keinen Erfolg. Man speiste Sie mit dem Hinweis ab, “kein Termin“. Die Enttäuschung war groß. 😳 Na ja es kommt immer anders als man denkt. So haben wir ein paar Eindrücke eingefangen, ach ja die Temperaturen sind heute über 30 Grad. 😅





Und dann, doch noch die Erlösung, ein Friseur der uns einen Termin für morgen gegeben hat. 😀

Der Tag endete schon wieder einmal viel zu schnell. Und bei lauschigen 26 Grad sitzen wir im Cockpit und genießen den Ausklang des Tages.


Am späten Abend sind auch wieder unsere Bekannten Bauwien und Robert dabei. Dieses wird wohl der letzte gemeinsame Abend sein. Die beiden müssen morgen weiter und wir warten auf unser Paket.

Es wird ein unvergesslicher Teil unserer Reise sein. Es ist schon einmalig jemanden bei so einer Reise zu treffen wo gleich eine solche Sympathie vorhanden ist. Der Abschied hat uns alle vier berührt. 🥰 Danke für die schöne Zeit!
Schon haben wie den 28.06, man wie vergeht die Zeit. Heute aber soll unser Paket in Motala angekommen sein. Ich marschiere heute morgen gleich wieder zum Kanalbüro, auch jetzt sollte unser Paket immer noch nicht da sein. Aber dieses mal lasse ich mich nicht mit dieser Information abspeisen. Mit einer Art von norddeutscher Freundlichkeit und Standvermögen diskutiere ich die Angelegenheit aus und.. siehe da das Paket ist da. 🤔

Doch bevor wir uns an die Arbeit machen, Petra unser Friseur wartet. Wir wurden klasse bedient und seht selbst,besser hätten wir das auch nicht hin bekommen.

Danke für den Haarschnitt, Euch kann man weiter empfehlen.


So, jetzt kommen wir zum Höhepunkt, das Ersatzteil soll seinen neun Platz bekommen. Herr Scheut hat uns für unser defektes Messgerät auch ein neues mitgeschickt. So konnten wir vorab erstmal die Spannung messen. Batterie 1 hatte 6,7 V, die 2te Batterie 7,4 V reicht nicht wenn man 24 V benötigt.



Zu erst musste erstmal wieder ausgeräumt werden.

Das ist der Übeltäter. Nachdem wir den neuen Converter angeschlossen hatten, war die Enttäuschung groß. Der Ladevorgang startete nicht. 😩


Was nun…….., Herr Scheut stand in Burgstaaken telefonisch bereit um uns mit weiteren Informationen zu unterstützen. Was wir auch brauchten. Nach vielen Gedanken und Hirnschmalz sind wir gemeinsam auf die Idee gekommen die Sicherung im Motorraum beim 2ten Lagegerät zu prüfen.

Da ist der Übeltäter, wenn es im Leben doch immer so einfach wäre.
Das Problem war leider noch nicht zu Ende. Nach unzähligen Versuchen mit neuen Sicherungen ist es uns gelungen den Converter zum laufen zu bringen. Jetzt wo ich gerade den Tagesbericht schreibe, also gut 6 Stunden später schnurrt er immer noch. Klasse !! 👍
Den weiteren Nachmittag, haben wir dann damit verbracht, neue Schmelzsicherungen zu besorgen. Ist gar nicht so einfach. 😂 Aber auch Kultur haben wir uns gegönnt. Hier beim Hafen befindet sich ein Motormuseum, also gleich eine reiche Ausbeute für die, die auf etwas Alten stehen.









Ach ja, wer vielleicht auch schon etwas älter ist wird sich vielleicht auch an das eine oder andere Alltagsgerät erinnern. 🧐






Ja, die Zeit war auch schön, man brauchte sich nicht um Daten Volumen Gedanken machen, alles war noch Handarbeit und Analog.
Den Abend verbringen wir nach langer Zeit wieder einmal unter Deck und das mit langen Hosen. Die Temperaturen sind um über 10 Grad zu Gestern gesunken. Brrrrr…
Es geht weiter heute am 29.06 unser Ziel soll Berg sein, auf der Karte sieht es nicht so Weit aus, dann mal los. 😀


Kaum abgelegt schon liegt die erster Brücke und Schleuse vor uns. Beim ablegen sind schon ein Plattbodenschiff, ein Segler sowie zwei Motorboote vor uns, das fängt ja gut an.




Schnell öffnet sich die erste Brücke, in der Schleuse warten wir 10 min. dann gehen auch die weiteren Brücken für uns auf. Das fängt ja sehr gut an. 😃
Und kommt auch schon nach der nächsten Brücke das Highlight, eine Schleusentreppe aus fünf Schleusen.


So, jetzt sind wir da und es warten 5 Schiffe vor der Schleuse. Mit Interesse stellen wir fest, das zur Zeit jedoch nach oben geschleust wird. Na ja eine kleine Pause tut uns auch ganz gut. Nach weiteren 3 Stunden warten, im besten schwedischen Sommer sind wir mittlerweile ziemlich angeschlagen. Aber nun…..
Nein, da müssen wir nicht hinein. So sieht es immer eine Schleusenkammer tiefer aus wo das Wasser hinein strömt.








Ihr seht richtig, Brigitte freut sich, dass das Schleusen irgend wann zu Ende ist.


Dann sind wir auf dem Boren See, nach dem Schleusen müssen wir uns kurz sortieren und haben ein Augenblick Zeit durch zu schnaufen, was bei diesen Temperaturen auch dringend notwendig ist. 😎




Von der Natur und unseren Eindrücken brauchen wir nicht mehr berichten, einfach Fantastisch. 🥰
Dann sind wir nicht in Berg, sondern in Borensberg an den Steg gegangen. Keiner hatte mehr Lust nach 8 sm und zugebrachten 6 Stunden auch nur noch eine Seemeile weiter zufahren. 😳
Ist das nicht Klasse hier, die Schafe grasen am anderen Ufer. Herrlich !!!!!!!!!!
Da soll es morgen weiter gehen, hoffentlich ist der junge Mann dann auch wieder in Form, nicht das wir selbst mit Hand anlegen müssen.
Ach ja, für die Statistiker von euch, wir sind wie ihr ja wisst auf den Weg nach unten. Heute Morgen waren wir auf 88,5 m in Motala hier in Borensberg sind es nur noch 73,2 m. Wir haben heute 6 Brücken und 6 Schleusen bezwungen. 😳
Heute gibt es bei uns Goulasch zu essen echt lecker stammt noch von zu Hause. Nach dem Regentag gestern können wir heute den Abend im Cockpit verbringen. Na dann mal Prost !!!!!!!!!



Das waren noch ein paar Eindrücke die wir gesammelt haben. Klar das Göta Hotel darf nicht fehlen. 😀
Heute Donnerstag der 30.06. der letzte Tag im Juni. Jetzt sind wir seit 5 Wochen auf dem Wasser, wo ist die Zeit nur geblieben. Einfach weg!! Na ja…….. heute soll es aber Berg sein, daher sind wir wieder einmal pünktlich Aufgestanden. Ich kann euch aber sagen das fällt von Woche zu Woche immer ein wenig schwerer.

Zum Abschied noch einmal die ganz neue Steganlage mit Strom, der allerdings erst gerade angeschlossen wurde. Schade eigentlich. 😉

Und trotz des frühen Aufstehens, wir sind nicht die ersten. Dann macht der sich in der Schleuse auch noch so breit das wir nicht mehr einfahren dürfen. Bitte warten, die nächste Schleuse ist unsere.


Hier könnt ihr sehen, der junge Mann von Gestern wurde ausgetauscht. Er konnte wohl nicht mehr. Daher, zwei junge Schwedinnen mussten die manuelle Schleuse öffnen und wieder schliessen, sowie das Wasser abfliessen lassen. Dieses ist für junge Schweden eine begehrte Ferienbeschäftigung und sehr beliebt. Man trifft auf den ganzen Kanal immer wieder junge Leute die mit viel Sorgfalt die Schleusen und Brücken betreuen. Die nette Schleusenwärterin teilte uns mit, das die nächsten 2 Stunden nur Brücken kommen die allesamt ferngesteuert sind. Jetzt stand unserem Ziel Berg nichts mehr entgegen. Ach ja, Schleusen werden heute auch noch zu bezwingen sein.




Vorbei an schön an zusehenden Häuser und Gärten vergingen die Stunden.



Auch Tiere waren wieder Wegbegleiter aber auch …….


Richtig der Autoverkehr, in diesem Bereich reichte die Fahrbahn bis auf wenige Meter an der Kanal heran.




Der ganze Kanal ist von großen Bäumen gesäumt, weiter wechseln sich schöne Häuser und immer wieder Brücken ab. Was für eine einmalige Landschaft. Und dann kamen sie die in Schweden noch fehlenden …….



Saunen!!!!!! Ja sie gibt es tatsächlich und befinden sich unmittelbar am Kanal, so daß man sich gleich abkühlen kann.


Und dann passiert was passieren muss, wir hatten eine Begegnung mit der Großschiffahrt.
Und eine Brückenöffnung und Durchfahrt möchten wir euch gerne zeigen. 😃
Weil man lange unterwegs ist ohne jedoch voran zu kommen, haben wir heute gleich eine PIPI Pause für Bella eingelegt, man weiß ja nicht wann es wieder möglich ist. 😉


Da sind sie wieder und weiter geht die Reise.

Ups… da war ja noch was, jetzt komm es Knüppel dick. Vier Doppelschleusen kommen jetzt direkt nach ein andern, gespickt mit zusätzlichen Brücken im Schleusenbereich. Na dann!!!

Nachdem wir das geschafft haben bzw. uns geschafft hat sind wir in Berg. Das wäre Gestern gar nicht möglich gewesen. 🧐

Natürlich haben wir schon einmal geschaut wo es morgen weiter zum Roxen geht.

Diese Flotte fährt den Berg hoch, wir wollen da runter. Den Roxen kann man im Hintergrund schon sehen.

Hier nochmal ein Bild vom Schleusen, teilweise muss man die Sehleute mit einem Zaun von den Seefahren trennen. Und das ist auch gut so.








‘Hier eine kleine Auswahl von ausgedienten Schleusentoren und deren Bauart. Die Tore die sich bewährt haben sind die Gußstahlkonstruktion mit Holz, die Stahltore sind keine alternative, da diese recht früh ersetzt werden müssen.
Und wie in jedem Hafen darf auch hier was nicht fehlen? Richtig der Minigolfplatz. Hier in Berg gibt es wieder einen besonders schönen Platz.

So wir werden den Abend wieder einmal im Cockpit bei einem guten Getränkt ausklingen lassen. Morgen geht es weiter, die Nacht muss zum Ausruhen reichen. Zum Schluss noch mal zusammengefasst. Brücken: 9, Schleusen: 9, Aquädukte 2, also reichlich. 😏
Der erste Tag im neuen Monat ist angebrochen. Wir werden gleich die Schleusentreppe nehmen. Sieben Schleusen am Stück, dieses ist die größte Art im Kanal.

Das war die Annahme . Die Realität sieh anders aus. Wir haben uns kurzfristig entschieden heute in Berg zu bleiben.
Zum einen konnten wir heute hier wieder einmal unsere Wäsche waschen.

Die Waschmaschinen sowie die Trockner sind besonders sauber und gut in Schuss. 😀
Und auch mußte mal wieder Home Office erledigt werden. 🤔

Ansonsten haben wir heute das Schiff gewaschen, innen alles wieder auf Vordermann gebracht, na ja was eben auch zu Hause so anfällt.


Hier arbeitet der Skipper noch selbst. 😅
Aber auch haben wir Bella versucht bei zu bringen wie man Leitern geht. Wie gesagt versucht, die letzte Stufe schaffen wir schon. Der Rest kommt vielleicht noch. 😂


Am Nachmittag, nachdem wir alle Aufgaben erledigt hatten sind wir noch gemeinsam im Wasser gewesen.




Jetzt sitzen wir wieder im Cockpit und geniessen die Sonne. Morgen soll es jetzt aber wirklich los gehen. Schauen wir noch mal.

Guten morgen, heute ist der 02.07. und wo sind wir ???????

Richtig in Berg! Heute morgen gegen 05:30 h ging es los. Der Regen trommelte auf das Schiff, der Wind nahm immer mehr zu. Gegen 07:00 h hatten wir dann wie gestern schon angekündigt Windstärke 6. Was passierte um 07:00 h, richtig Brigitte klopfte an und fragte ob wir los wollen. 😩 Ich beruhigte Sie im halb Schlaf, und wir drehten uns nochmals um. Es fühlte sich richtig an diese Entscheidung getroffen zu haben, schließlich nahm der Wind bis 13:00 nicht ab. Ach ja, gestern erzählte ich davon, das wir Bella das Treppen laufen beibringen wollen. Aber seht selbst. 😳
So, was macht man mit einem weiteren Hafentag? Richtig man geht einkaufen, kann nicht schaden. Hier bei sind wir wieder an den Schleusen vorbei gekommen. Das Wasser läuft bei geschlossenen Toren ungezügelt über die Tore.
Am Nachmittag bei wieder trockenen Wetter, aber immer noch windig, haben wir das Kloster Vreta aus dem 1100 Jahrhundert besucht. Heute sind noch Ruinen zu bestaunen.









Auf diesem Gelände befindet sich nun eine Kapelle.



Auf dem Rückweg noch schnell einen Abstecher zum Kanal.


Immer wieder schön. Heute haben wir ein kleines Spezial für euch vorbereitet.
Die Berufsschifffahrt schleust wie wir auch, nur mit viel mehr bums. 😉
So gerade den letzten Wetterbericht erhalten und ja morgen soll sich die Lage bessern. Dann wollen wir aber los. Auch wenn man Zeit hat, will man irgend wann ja mal weiter.😀
Wir haben gerade noch ein nettes Gespräch mit Hans von der Orca gehabt, auch sie wollen morgen weiter abwärts schleusen. Kurz ausgetauscht und der Plan für Morgen sollte stehen. Einen Augenblick später klopft es bei uns, Hans steht vor unserem Schiff. Und fragt, ob wir etwas gemeinsam trinken wollen. Keine Frage bei Freibier bin ich dabei. 😃
Die beiden erzählen uns, das seine Frau Heidi bei den letzten Schleusen ins Wasser gefallen ist und jetzt große Schmerzen hat und Angst vor der anstehenden Schleusentreppe hat. Wir vereinbaren uns gegenseitig beim Schleusen zu helfen. Nach dem Bier ging es dann auch ins Bett.
Ein Bild möchte ich noch hin zu fügen. Die Wilhelm Tham war wieder über Nacht in unserem Hafen.

Wir können es kaum glauben aber heute ist schon wieder die Woche zu Ende, 03.07.
Es geht los die Schleusentreppe ruft. Gut das wir uns für die Richtung nach Mem entschieden hatten und nicht nach Göteborg.

Es werden 2-mal mehr Schiffe in Richtung Göteborg geschleust als Anders.

Ihr seht die Orca und unsere Carpen Diem. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Schleusenwärter ist klar, jedes Schiff wird alleine geschleust. Klasse! 😀



Hier meine Bodencrew Brigitte und Hans. Zwei Hände am Land ist ein Luxus.


Und das hatten wir heute 7 mal am Stück. Der Schleusenvorgang hat für ein Schiff 40 min. gedauert. Aber nachdem das geschafft war,ging es auf den Roxen. Wieder eine einmalige Landschaft, man kann sich gar nicht satt sehen





Und weitere Eindrücke.




Und wie immer wenn sie auftauchen…….


Schön oder?
Norsholm unser Ziel war nahe.

Diese Eisenbahnbrücke versperrte dann 1,5 h unseren Weg, die Schiffe kamen aber auch nicht aus der Schleuse. Und das bei einem regen Verkehr.


Den Lärm könnt ihr euch bestimmt vorstellen. Aber dann ……….

Die Brücke geht auf, nach dem die Schleuse frei ist können wir mit zwei Schiffen einfahren.



Gleich im Anschluss haben wir den Hafen erreicht und festgemacht.


Mittlerweile haben wir alle Schiffe enger zusammen legen müssen da der Andrang hier heute riesig ist. 😳
Als willkommen Geschenk gab es heut ein ….

Und vielleicht hat der eine oder andere das folgende Gebäude schon einmal im Fernsehen gesehen.


So, jetzt ist erstmal Schluß für diese Woche. Sollte heute noch etwas passieren werden wir dann hiervon in der kommenden Woche berichten.
Noch ein nach Wort: Wir befinden uns jetzt auf 33,3 m über Ostsee Niveau, also den größten Abstieg haben wir jetzt hinter uns. Es liegen noch 14 Schleusen bis Mem unseren Ausgangshafen bevor. Etwas zu unserer Verfassung: Ja, man nennt den Göta Kanal den Scheidungskanal, aber wir können euch allen mitteilen, bei uns ist die Stimmung Exzellent, keine Abnutzung zu spüren. Uns geht es sehr guttttt. 🎈🎈
Also verbleiben wir für Heute in dem Wissen noch mindestens 5 Wochen vor uns zu haben mit ganz lieben Dank bei euch, unseren Freunden die jede Woche unseren Bericht folgen. Vielen Dank dafür. Brigitte, Bella und ich von der Carpe Diem.
Was für eine tolle Zeit!!! Genießt weiter.
Liebe Grüße Petra
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Machen wir 👍
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wie launig und anschaulich beschrieben, euer tolles Reiseabenteuer !! Die wunderschönen Fotos …. einfach unglaublich. Weiterhin so eine wunderbare Zeit wünschen wir euch sehr. Karsten und Kristina sind heute wieder in Grömitz gelandet. Waren auch hellauf begeistert von ihrer Reise, die aber nur die halbe Zeit von euch dauerte. Geniesst jeden Moment.
Mit den liebsten Grüßen aus HH
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