25.07. – 31.07.22

Hallo und Willkommen in einer neuen Woche. Wir haben den 25.07. und berichten Heute von unserer geplanten Überfahrt von Allinge, Bornholm nach Gislövsläge Hamn in Schweden.

Wie wir berichtet hatten, haben wir in Allinge auf den richtigen Moment zur Überfahrt gewartet. Die Wartezeit waren 4 Tage und ich kann euch jetzt schon sagen, die Warterei hat sich gelohnt, dazu aber gleich mehr.

Heute möchten wir euch diesen Tag einmal genauer Vorstellen, damit ihr ein Verständnis unserer Abläufe erhaltet.

Aufstehen 04:50 h, mit dem Hund Gassi gehen 04:55, Wasser kochen für Kaffee 04:55 h, also parallel, jeder hat seine Aufgaben. Frühstück um 05:10 -05:30 h. Schiff auf die Reise vorbereiten von 05:30 – 05:45 h, den Hund zum zweiten Gang an Land nochmals Gassi führen. Navigation anschalten 05:50 h, den Hund wieder an Bord nehmen und die Schwimmwesten anlegen. Motor starten und etwas warm laufen lassen, Spring lösen, Vorderleine bereit halten, Achterleine ab, Vorderleine einholen jetzt ist es 05:55 h, nur noch alles verstauen, die Fender einholen und an der Reling befestigen. Den Kartenplotter auf das neue Ziel ausrichten und ab geht die wilde Fahrt. Pünktlich um 05:55 h verlassen wir den noch schlafenden Hafen.

Letzte Bilder vom völlig überfüllten Hafen Allinge. 😉

Nach der Hafenausfahrt wird die Maschine gestoppt , die Segel gesetzt und der Kurs liegt schnell an. Die ersten Eindrücke entschädigen für das frühe Aufstehen. 👍

Schnell stellt sich Bordroutine ein, ich halte Wache und der Rest der Crew hat Freiwache.

Hier fehlt nur noch das Vorsegel, ist aber auch gleich gesetzt. 😉

Weiter geht es unserem Ziel für heute entgegen, der Plotter spricht von knapp 60 sm. Der Wind hat sich an den Wetterbericht gehalten und ist auf Süd gedreht, die Stärke liegt im Mittel bei 4-5 Stärken, die Böen erreichen auch schon einmal mehr. Aber egal die Fahrt durchs Wasser beträgt durchgängig zu diesem Zeitpunkt mehr als 7 kn. Hier einmal für die nicht Seeleute. Eine Seemeile sind rund 1,8 km, somit sind 7 kn fahrt ca. 13km. Also für ein Segelboot doch schon eine sehr gute Reisegeschwindigkeit, unsere Reise wird heute 8 Stunden betragen haben.

Und auch solche Begegnungen haben wir auf unser Reise. Die Berufsschifffahrt ist in diesem Teil der Ostsee sehr aktiv. Zwischen der Insel Bornholm und dem Schwedischen Festland befindet sich ein Verkehrstrennungsgebiet wo sich jeder Teilnehmer nach richten muss. Auch die Schnellfähre, auch wenn man denkt, da kommt sie ja, ist sie doch gleich wieder vorbei gezogen.

Segler die uns entgegen kommen ebenso wie Segler die die selbe Richtung eingeschlagen haben.

Damit ihr einmal eine Vorstellung erhaltet wie es auf unseren Schiff so vorgeht, hat Brigitte einmal versucht dieses etwas ein zu fangen.

Auch wenn man es nicht so erkennt wie schaukelig es war, noch Stunden später im Hafen spielt das Gleichgewicht einem immer noch gehörig mit. Es hört nicht auf zu schaukeln selbst im Hafen. 🤔

Aber die Fahrt war aus meiner Sicht schon GEIL !!!!

So nach fast 8 Stunden ging der Ritt auf den Wellen für heute zu Ende, es war schön aber in unserer Abenteuer haben wir somit auch einen gehörigen Sprung Richtung Heimat unternommen. 🥲

Vor unserem Zielhafen für heute werden die Segel eingeholt und das Schiff hafenfertig gemacht. Die Fender zurück an die richtigen Stellen, auch sind die Festmacher vorzubereiten und wenn man Glück hat steht gleich jemand am Steg und nimmt die Leinen entgegen.

Nach fast 8 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7 kn haben wir recht früh unser Ziel für heute erreicht. Es war schön euch dabei zuhaben. 😃

26.07. ein Tag in Gislövsläge Hamn.

Wie am Montag schon berichtet sind wir mit dem Südwind die 60 sm zurück nach Schweden gesegelt. Hier in Gislövsläge haben wir Heute nun das zugesagte Wetter bekommen. Ein Kaltlufttief hat den Süden von Schweden im Griff, nicht nur das der Wind wieder auf West gedreht hat, nein auch ist die Windstärke nicht minder. es bläst weiter kräftig. Das hatte sich in der letzten Woche so abgezeichnet, daher sind wir ganz entspannt und sitzen dieses Schei… Wetter hier aus. Trotzdem haben wir einige Eindrücke gesammelt, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Und zum Schluß einen Blick auf den kleinen aber feinen Strand. Bei diesem Wetter ist es aber nicht verlockend hier zu verweilen. 😉

Morgen soll der Wind noch zunehmen, mindestens bis zum späten Nachmittag. Das halten wir dann sicherlich auch noch aus. Am Donnerstag soll sich dann eine Besserung einstellen und somit bereiten wir unsere Rückfahrt nach Klintholm in Dänemark vor. Die Heimat kommt somit wieder ein Stück näher.

Schon beginnt einer neuer Tag es ist der 27.07.

Wie befürchtet hat der Wetterbericht wieder einmal Recht. Komisch das das nur bei schlechten Nachrichten so ist. 😟

Die Nacht war schon heftig, die Schlafordnung musste aufgegeben werden. Die Wellen haben so lautstark von hinten unter das Heck geschlagen, das es sich anhörte wie bei einem Schleudergang einer Waschmaschine. 😟 Na ja, geschlafen haben wir dann doch ganz gut, es ist schon toll, was man alles weg schlafen kann. Die Nacht war etwas früher zu Ende, was sich auch als gut erwies. Denn der nicht vorher gesagte Regen kam, um zu bleiben. Ja, eigentlich haben wir es ja gewusst, aber man hofft immer auf was anderes. 😉 Gut dann haben wir endlich mal wieder Zeit das Schiff auf Vordermann zu bringen, was uns auch gut gelungen ist.

Heute Abend haben wir Bauwien und Robert, die uns jetzt schon eine Zeit begleiten, zum ultimativen Abendessen eingeladen. Es ist an der Zeit Abschied zu nehmen. Somit geht eine besondere Begegnung zu Ende, unsere Wege trennen sich Morgen definitiv. Wir werden unterhalb von Mön unsere Reise fortsetzen und die beiden werden oberhalb Richtung Nord-Ostsee-Kanal fahren. Das es eine tolle Zeit war, schenke ich mir jetzt zu schreiben, denn wer uns die letzten Wochen gefolgt ist weis, wie schön die Zeit auf unserer Reise gewesen ist. 😘

Die Getränke sind eingeschenkt, alles wartet auf das gute Essen. Es gibt Spagetti Bolognese. Nachdem wir alle satt waren gab es noch ein Erinnerungsfoto. 😉

Auch der letzte Abend war wieder einmal wundervoll. 🎈🎈🎈

Schon ist die Nacht zu Ende und es ist der 28.07., die Reise geht weiter.

Heute geht es erst um 09:00 h los, alle Aufgaben sind erledigt die wilde Fahrt kann beginnen, halt heute nicht, auch wenn es gestern noch mit 5-6 Windstärken geblasen hat gibt es heute fast keinen Wind mehr. Verstehe einer das Wetter. Die Temperaturen sind das einzigstes, was wie gestern ist. Na dann mal los. 🤔

Schön wenn man Freunde hat, dann gibt es sogar Bilder beim Auslaufen von uns. Nochmals lieben Dank dafür.

Heute war auf dem Wasser wieder einmal viel los uns so konnten wir zahlreiche Schiffe sehen die teilweise recht dicht an uns vorbei fuhren.

Und schon waren sie da! 😃

Fähren sind hier vor Trelleborg ganz normal, aber zur Zeit fahren auf der Ostsee auch zahlreiche Flüssiggastanker aber keiner hat einen deutschen Hafen als sein Zielort vermerkt.

Und schon konnten wir die Kreidefelsen von Mön erkennen. Schweden liegt jetzt hinter uns, Dänemark wir kommen. 😃

Hier hat sich die Natur selbst übertroffen.

Und wie vor fast 30 Jahren, unser Klintholm voraus. Gut ein wenig hat sich schon geändert aber immer noch gut. 😀

Der Hafen eingebettet in die einmalige Ferienhaus Anlage. Immer wieder schön hier zu liegen.

Nach einer Reise von knapp 6 Stunden liegen wir sicher hier in der ersten Reihe. Toll !!!

Die Gastlandflagge von Schweden muss jetzt bis nächstes Jahr wieder zurück in den Schrank.

Und hier ein Bespiel von Schiffstyp der nicht unbedingt in die Ostsee gehört, zu mindestes was die Größe der Häfen angeht. 😏

Jetzt wird noch gegessen und dann nur noch relaxen. 😃

Heute sind wir hier in Klintholm einfach mal geblieben. Warum ? Weil wir es können! Denn wir schreiben den 29.07. und sind nur noch knapp 90 sm von Grömitz entfernt. Also wenn nicht jetzt, wann dann?

Den Tag haben wir genossen mit relaxen, faulenzen, Musik hören und Bücher lesen. Wir wollen uns nur langsam an den Gedanken gewöhnen, das bald unsere Reise ein Ende nimmt.

Eine gewisse Erholung kann uns wohl ansehen, oder?

Ein herrlich schöner Strand, der zum schlendern gerade zu einladet.

Bella immer dabei. Sie genießt es das es heute nicht schaugelig ist. 😃

Die Hafeneinfahrt, den ganzen Tag kommen und gehen Schiffe aus dem Hafen. Ab 12:30 h kommen jedoch mehr als fahren und ab 16:00 h kann man nur noch im Päckchen bzw. im Fischereihafen anlegen.

Bei diesem Ambiente, wer will da schon in den Fischereihafen?

Die Veränderungen die hier in Klintholm statt gefunden haben, verdanken die Bewohner den neuen ansässigen Offshor Firmen die nicht weit von hier einen großen Windpark betreiben. Klar das wir alternative Energien brauchen, aber die Veränderungen die damit einher gehen, sollten auch nicht aus den Augen gelassen werden. Ein zurück gibt es hier nämlich auch nicht. 🧐

Ach, übrigens das Wetter hat uns heute toll verwöhnt. Das angesagte bedeckte Wetter kam nicht. Hierfür hatten wir einen schönen warmen Sommertag. Haben wir auch verdient. 😉🎈

Ja, wer hätte es gedacht nun haben wir schon den nächsten Tag begonnen. Es ist der 30.07., das Wetter ist wie gestern nur wieder windig, was soll’s wir sind immer noch in Klintholm.

Wir haben euch ja schon davon berichtet wie voll der Hafen ist, daher haben wir ein optischen Beweis beigefügt.

So sehen die Stege gegen 09:30 h aus, der Hafen hat sich geleert.

Und so ist der Zustand ab 15:30 h 😟

Im Fischereihafen sieht auch nicht besser aus. 😏

Aber der Anker sagt, hier ganz du anlegen!

Auch am anderen Orten geschehen Dinge die zu unserer Reise gehören.

Unser Auto wurde heute nach Grömitz gebracht, vielen Dank an Daria und Sebastian für diesen Dienst. Ich weiß das die Strassen heute sehr voll waren und Ihr fast drei Stunden gebraucht habt, um nach Grömitz zu kommen. Lieben Dank an Euch beiden. Irgendwann machen wir das bestimmt mal wieder gut. 😉

Ja, diese Zeichen deutet ihr richtig unsere Reise geht immer schneller zu Ende. Heute habe ich beim Hafenmeister in Grömitz schon angerufen, damit unser Platz in der kommenden Woche wieder frei ist. Auch werden wir in den nächsten Tagen noch einmal auf Fehmarn vorbei schauen, bei Herrn Scheut. Zum einen müssen wir den Converter, der uns nach Motala nachgesendet wurde zurück gegeben zum anderen hat Herr Scheut die Sicherungen die in ganz Schweden nicht auf zutreiben waren. Hoffen wir, wenn die Sicherung gewechselt ist, das die TV Antenne ihren Dienst wieder aufnimmt. 😃 Ansonsten wollen wir nun Klintholm verlassen, eine Nacht schlafen wir hier noch dann soll es weiter gehen. Morgen hierzu mehr.

Und da ist er, der letzte Tag in unserer Woche Sonntag der 31.07., heute fahren wir nach Gedser unsere vorletzte Etappe. 🥲

Von unserem Liegeplatz noch einmal zur Tankstelle. Das letzte mal hatten wir in Kalmar getankt, wir sollten noch einmal nachlaufen lassen. 😏

Und jetzt geht es los.

Schon haben wir den Hafen verlassen.

Zurück bleibt die Insel Mön. 🥲

Ein herrlicher Segeltag…..

Heute hatten wir die erste Begegnung mit einem Traditionssegler.

Immer wieder schön anzusehen. 😃

Und dann kommt Gedser schon in Sicht.

Hier der beeindruckende Fährhafen, hier wollen wir zum Glück nicht anlegen. 😏

Hier fahren wir jetzt dran vorbei.

Das sieht doch besser aus, oder …..?

Da kommt nun der Sportboothafen von Gedser.

Und wir haben uns Gedanken gemacht, was ist wenn der Hafen voll ist?

Hier gibt es kein Platz Problem.

So, jetzt ist schon wieder Woche vorüber. Die Crew von der Carpe Diem möchte sich wieder einmal von euch verabschieden. Unsere letzte Woche bricht an und wir müssen langsam wieder in den normalen Alltag zurück kehren. Daher wollen wir die kommenden Tage nochmals intensiv nutzen um die Eindrücke zu festigen.

Wir freuen uns, wenn euch unsere Seite wieder gefallen hat und ihr wisst ja, sehr gerne lesen wir eure Mail`s die immer so zahlreich uns erreichen.

Spruch der Woche:

Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.

Paulo Coelho

2 Kommentare zu „25.07. – 31.07.22

  1. Guten Morgen Petra, das freut uns, das das Logbuch gefällt. Wir wundern uns tatsächlich, wie viel in einer Woche passiert 🙏

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